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EU Civil Society Platform on Multilingualism

Die Civil Society Platform on Multilingualism wurde von der Europäischen Kommission im Oktober 2009 ins Leben gerufen. Kommissar Leonard Orban rief die Plattform dazu auf, sich mit der Zivilgesellschaft in der EU zu beraten, um erste Vorschläge auszuarbeiten, die die öffentliche Meinung auf Ebene der EU, der Mitgliedsstaaten und der Regionen beeinflussen und helfen sollen, Finanzinstrumente für die neue Generation von Förderprogrammen (2014 – 2020) zu entwickeln. Bei der Eröffnungsveranstaltung betonte er den wichtigen Beitrag der Mehrsprachigkeitspolitik zur Verwirklichung bedeutender EU-Ziele, wie zum Beispiel Europa seinen Bürgern näher zu bringen. Weiterhin unterstrich er die engen Verbindungen zwischen Mehrsprachigkeit, Sprachkenntnissen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze, die wesentlich für die EU2020-Strategie ist.

Die 29 Mitgliedsorganisationen der Civil Society Platform on Multilingualism führen seit über einem Jahr Forschungen in allen Bereichen der Zivilgesellschaft durch, dank derer sie eine Reihe von Empfehlungen ausarbeiten konnten, die sich vor allem an die Europäische Kommission, die Mitgliedsstaaten und regionale Behörden richten. Die Plattform setzt sich vor allem dafür ein, dass mehrsprachige Bildung die Regel wird (d.h. Muttersprache plus zwei), integriertes Fremdsprachenlernen und Sachunterricht großflächig eingeführt und informelle Lernmöglichkeiten außerhalb der Klassenräume geschaffen oder entwickelt werden, um das Sprachenlernen und –lehren in Europa effizienter zu gestalten. Aus Sicht kultureller Vielfalt und sozialer Einbeziehung sollten Einwanderer besser beim Lernen unterstützt werden, um Integration und sozialen Zusammenhalt zu fördern. Öffentliche Einrichtungen in ganz Europa sollten ihre Sprachkenntnisse verbessern, um Neuankömmlingen angemessene Dienstleistungen anbieten zu können. Übersetzung darf nicht als zweitbeste Lösung nach Mehrsprachigkeit verstanden werden. Durch sie können existierende Texte linguistische und kulturelle Grenzen überwinden. Deshalb ist sie ein wichtiges Kommunikations- und Verständigungswerkzeug und trägt zur Erhaltung und Zugänglichkeit zum gemeinsamen europäischen Literaturerbe bei. Die Arbeitsbedingungen für Übersetzer sollten stark verbessert, fundierte Studiengänge eingeführt und Mobilitätschancen entwickelt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, will die Civil Society Platform das Bewusstsein von Politikern, Pädagogen und Eltern in ganz Europa im Hinblick auf Mehrsprachigkeit schärfen. In diesem Sinne strebt das Poliglotti4.eu Projekt an, ein Online Language Observatory zu schaffen und Good Practice vorzustellen, die auch in anderen Regionen Europas Anwendung finden können.

Europäischer Künstlerrat (ECA) Europäische Föderation nationaler Sprachinstitutionen (EFNIL) EUROCLIO
Club de Madrid Europäischer Verlegerrat (EPC) European Council for Steiner Waldorf Education (ECSWE)
EEE-YFU Europäisches Forum für fachliche und berufliche Aus- und Weiterbildung (EfVET) EUNIC in Brussels
Culturelink ALTE Community Media Forum Europe
RECIT Europäischer Verband kommerzieller Fernsehanstalten (ATC) Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEN)
Europa Esperanto Unio - EEU Europäischer Verband für Erwachsenenbildung (EAEA) Europäischer Rat der Literaturübersetzerverbände (CEATL)
Europäischer Verlegerverband (FEP) Literature Across Frontiers Eurolang
Fundación Academia Europea de Yuste Europäische Koordination unabhängiger Produzenten (CEPI) Europäische Theaterkonvention
Europäischer Verband für Terminologie (EAFT) Mercator europäisches Netzwerk für Sprachenvielfalt-Zentren European Federation for Intercultural Learning

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It was very important to us that our children spoke [the language] of the country and the culture they were born into and where they live.

Mikko Fritze Estonia

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